Die Erstbesteigung des Broad Peak 8047m durch die österreichische ÖAV Karakorum Expedition 1957 ohne Sauerstoffgeräte, ohne Hochträger, ohne Basislagerhilfe am 9. Juni 1957 durch Fritz Wintersteller, Marcus Schmuck, Kurt Diemberger und Hermann Buhl.  
Broad Peak
Expedition 1957
Tagebücher
Goldenes Jubiläum
News
 



Sprachauswahl:

 News

Broad Peak 8047m Nachrichten und Veranstaltungen. Treffen Sie die Mitglieder der Österreich-ischen ÖAV Karakorum Expedition 1957 und holen Sie sich die neuesten Nachrichten über den Broad Peak.

Bitte beachten Sie unsere englische News Seite hat andere Beiträge.

Extremes Glück

(10.08.2005)

Oberösterreicherin schreibt Alpingeschichte
Linz (SN-bes). "Wirklich oben bist du nie. Da gibt es schon wieder die Gedanken an das nächste Ziel. Und etwas gemacht zu haben, was andere nicht getan haben, ist schon ein gutes Gefühl. Ich möchte meinen eigenen Weg gehen und mich nicht vergleichen lassen." Das sagt die 34-jährige Gerlinde Kaltenbrunner aus Spital am Pyhrn, die Alpingeschichte geschrieben hat und noch weiter schreiben will.

Als erste Frau der Welt hat die sympathische und bescheiden wirkende Oberösterreicherin bereits acht der 14 Achttausender ohne Zusatzsauerstoff bestiegen. Zuletzt den 8035 Meter hohen Gasherbrum II in Pakistan, wie die SN berichteten. Mount Everest, Lhotse, Dhaulagiri, Kangchenjunga, Broad Peak und der K 2 im Himalaja stehen noch auf der Liste. Start ist im kommenden Frühjahr.

"Ich besiege keinen Berg, kämpfe auch nicht wie ein Reinhold Messner und kenne auch keinen Gipfelsieg, ich besteige die Berge", sagte Gerlinde Kaltenbrunner Dienstag nach ihrer Rückkehr im Pressegespräch mit ihrem Sponsor VKB auf der 805 Meter hoch gelegenen Eidenberger Alm nahe Linz.

Für die Oberösterreicherin ist die extreme Form des Bergsteigens zum absoluten Lebensinhalt, zum Beruf geworden. Stundenlanges Spuren im hüfthohen Schnee bei minus 28 Grad in mehr als 7000 Meter Höhe, Klettern durch vereiste Felswände im fünften Schwierigkeitsgrad, daneben mächtige Lawinen und Steinschlag. Immer wieder das Abschätzen des Risikos und das Wissen, dass jeder noch so kleine Fehler verhängnisvolle, vielleicht tödliche Folgen haben kann.

"Ich bin einfach nur glücklich", sagt Gerlinde Kaltenbrunner auf die Frage nach dem Warum. Es sind offenbar die kaum beschreibbaren Eindrücke: auf einem Achttausender wie dem Gasherbrum II zu stehen, die Nähe des K 2 und des Broad Peaks zu spüren - und dann in einer mystischen Vollmondnacht noch 3000 Höhenmeter ins Basislager abzusteigen.


© SN.

zurück


Autor: Salzburger Nachrichten

Weitere Informationen unter http://www.salzburg.com


 

 

Links
|
Kontakt
|
Login
|
Auftrag
|
AGB
|
Statistik