Die Erstbesteigung des Broad Peak 8047m durch die österreichische ÖAV Karakorum Expedition 1957 ohne Sauerstoffgeräte, ohne Hochträger, ohne Basislagerhilfe am 9. Juni 1957 durch Fritz Wintersteller, Marcus Schmuck, Kurt Diemberger und Hermann Buhl.  
Broad Peak
Expedition 1957
Tagebücher
Goldenes Jubiläum
News
 



Sprachauswahl:

 News

Broad Peak 8047m Nachrichten und Veranstaltungen. Treffen Sie die Mitglieder der Österreich-ischen ÖAV Karakorum Expedition 1957 und holen Sie sich die neuesten Nachrichten über den Broad Peak.

Bitte beachten Sie unsere englische News Seite hat andere Beiträge.

Rettung am Broad Peak

(03.10.2006)

Am Abend des 7. Juli.2006 bekamen wir über Funk den Hilferuf unserer Expeditionskameraden Markus Kronthaler und Sepp Bachmair. Sie waren nach einer Biwaknacht unter dem Vorgipfel des Broad Peak zum Hauptgipfel aufgestiegen und Markus war auf dem Rückweg total erschöpft.
Alle anwesenden Expeditionsmannschaften (Spanier, Polen, Argentinier, Amerikaner) erklärten sich sofort bereit zu helfen.

Leider verstarb Markus im Abstieg, nach einer weiteren Nacht, in den Armen von Sepp Bachmair. Nach zwei Biwaknächten auf über 8000 Meter war auch Sepp Bachmair
völlig erschöpft, konnte aber noch aus eigenen Kräften bis in die Scharte auf 7800 Meter absteigen. Dort traf er auf die zwei Polen Piotr Morawski und Piotr Pustelnik und auf den Slowaken Peter Hamor.

Pustelnik und Hamor stiegen zu Markus auf, konnten aber leider auch nur noch den Tod bestätigen. Piotr Morawski erklärte sich sofort bereit, mit Sepp in das Lager 3 abzusteigen und verzichtete damit auf seine Gipfelchance (nach einer Nacht im Lager 3 erreichte er dann den Gipfel am nächsten Tag im Alleingang).

Im Lager 3 konnte er Sepp an den spanischen Arzt Dr. Jorge Egocheaga übergeben, der ihn medizinisch soweit versorgte, dass am nächsten Tag der Abstieg in das Basislager gelang.

Für uns ist die größte Leistung diejenige von Dr. Jorge Egocheaga. Er hatte am 6. Juli den Broad Peak in einer Speedbegehung vom Basislager auf 4900 Meter zum Gipfel (8047 m) und zurück in 21 Stunden bestiegen. Nach nur einem Ruhetag stieg er erneut vom Basislager zum Lager 3 auf 7200 Meter nonstop auf und versorgte unseren Kameraden. Mit dieser wohl einmaligen Leistung im Expeditionsbergsteigen hat er Sepp das Leben gerettet.

Uns ist es wichtig, dass diese famose Leistung bekannt wird und wir möchten uns in diesem Zusammenhang bei allen Expeditionen bedanken, die uns während dieser
schweren Zeit unterstützt haben.


Sepp Heigenhauser
Peter Ressmann
Jochen Hemmleb
Sepp Bachmair

zurück


Autor: Sepp Bachmair


 

 

Links
|
Kontakt
|
Login
|
Auftrag
|
AGB
|
Statistik